Ahneschlucht/ Ahne Klamm, Ruine Igelsburg- Habichtswald-

Text Hinweisschild, Ki, Fotos Ki


Brunneneingang mit Löwenkopf

Steg Karl Lottmann Steg

Flüsschen Ahne/ Ahne Klamm

Blühendes im Frühling
Es gibt einige Klamms im Umkreis von Kassel. Die Ahneklamm befindet sich am EiEiEi (ehemaliges Gasthaus Ahnetal) kurz vor der Abzweigung nach Ahnatal an der B 251.
Dieser schöne teilweise enge Pfad führt uns an der Ahne vorbei, die fröhlich vor sich hin plätschert, auf Steinen von oben herunter fließt, die man auch überqueren kann bzw. muss ;-)
Im Frühling gibt es hier unzählige blühende Pflanzen. Quellen und teils beeindruckende Felswände sind hier an der Tagesordnung. Man läuft durch den Schluchtwald, der je nach Tageszeit auch Sonnenlicht durchlässt. In einer Felswand findet man einen Brunneneingang mit Löwenkopf, dort ist zu lesen: "Wasserwerk Gemeinde Rothenditmold 1903"
Dieser Pfad ist abenteuerlich zu laufen, es geht immer wieder bergauf und bergab, vorbei an umgekippten oder noch stehenden Baumriesen.
Wir laufen die Ahneklamm meist bei hohen Temperaturen, denn hier ist es immer schön kühl.
Im Hochsommer kann es vorkommen das im unteren Bereich der Klamm kein Wasser fließt.
Man läuft über einige Stege, kann Pause machen auf umgefallenen Bäumen und kommt dann auf den Hauptweg, der links zum Steinbruch-See führt, der früher einmal ein beliebter Bereich zum Schwimmen für unsere Hunde war;-) Auch der sehr inzwischen veralgte Silbersee ist hier zwischen Granitsteinen zu sehen.

Baum auf der Igelsburg

Baumherz Igelsburgruine

Holz-Palisaden, oben 2 Häuser

Geht man rechts, findet man einen Steg der an dem kleinen Pfad zur Igelsburg führt.
Die Igelsburg ist nur noch eine Ruine, ein Aufstieg lohnt sich aber trotzdem, man kann dort oben so schön chillen. Dieser Weg ist auch Teil des Kasselsteigs sowie des Habichtswaldsteigs.
Ein wenig steil, gehts diesen kleinen Pfad hinauf. Oben angekommen sitzt oder steht man man auf einem Basaltberg, ein Baum steht hier mit einem Baumherz, unten die Bäume des Waldes. Einfach schön.
Zur Igelsburg gibt es eine Geschichte voller Geheimnisse, sie ist auf dem Hinweisschild und auch bei wikipedia zu lesen:
"Wann die Igelsburg erbaut wurde, bleibt ein Geheimnis. Sie hieß früher Engelsburg. So schreibt Martin 1795: "Nicht weit von dem Dorfe stand, nach Cassel zu, ein Schloss, die Engelsburg genannt, die noch in ihren mit hohem Wald und undurchdringlichen Buschwerk bedeckten Ruinen vorhanden ist, von dessen Besitzern aber gar keine Nachricht hat. Von dieser längst verödeten Burg hat dermalen noch die Gemeinde über 300 Acker, welche ehedem Land gewesen sind, nunmehr aber als Heide benutzt werden, in Contribution zu verhalten" Es war wohl keine richtige Burg, sondern es waren Holz-Palisaden auf Ringwällen, die vier Häuser schützten. Vermutlich diente die Palisadenburg schon Karl dem Großen im Kampf gegen Sachsen als Sicherung des Frankenreichs. Ab 1100 hatte das Geschlecht derer von Dörnberg die Engelsburg in Besitz. Aufgrund der Holzbauweise zerfiel die Burg bereits im 12./13. Jahrhundert. Heute lässt die Basalterhebung mit ihren Felshängen nur noch erahnen wie es hier einst ausgeshöllehen hat und was hier geschehen ist."

Weitere Informationen Habichtswald:
Unweit der Igelsburg Ruine steht ein einsames Haus im Habichtswald - hier werden Islandpferde gezüchtet - folgt man dem Weg am Wald entlang kommt man zum Silbersee (die ehemalige Gaststätte Silbersee ist seit 2020 dauerhaft geschlossen) und geht man noch weiter Richtung Dörnberg, kann man das Höllchen besichtigen, ein kleiner ruhiger Waldsee. Geht man dann weiter bergauf im Habichtswald, ist man nach einiger Zeit am Herkules angekommen.
Was sagt uns das- es ist einfach traumhaft in Nordhessen ;-)
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