Hutebuchen - Zeugen alter Zeiten

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Informationstafel habichtswaldsteig.de

Hangarsteinsee um 1950
Hutebuchen im Halloh-Wald
Diese Buchenveteranen sind Reste eines ausgedehnten Hutewaldes - aus einer Zeit als noch Schweine in die Wälder getrieben wurden, als der Mensch noch vom Wald lebte. Die forstliche Fachbezeichnung für ein ergiebiges Samenjahr, die "Vollmast" erinnert noch heute daran, dass die Haustiere in Samenjahren regelmäßig gut genährt oder "gemästet" wurden. In Notzeiten waren Buckeckern auch für den Menschen willkommene Nahrungsgrundlage. Leicht geröstet schmecken sie ausgezeichnet und man nutzte sie als Kaffeeersatz. Ihr Öl ist schmackhaft und lange haltbar. Im jungen, zarten Zustand lässt sich aus Buchenblättern Salat zubereiten.
Hangarsteinsee um 1950
Hutebuchen im Halloh-Wald
All dies ist Vergangenheit. Heute stehen die Bucheckern wieder allein den Wildtieren zur Verfügung. Im Herbst fressen sich Wildschweine, Hirsche und Rehe Fettreserven an. Eichhörnchen sammeln für den langen Winter. Und was an Bucheckern übrig bleibt und den Winter übersteht, führt zu einer Erneuerung des Waldes - so wie es die Natur vorgesehen hat. Bitte Vorsicht: Rohe Bucheckern sind leicht giftig. Daher nicht zu viele essen. Durch Rösten werden sie aromatisch und bekömmlich.

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