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Tierschutz


Kater Ramses,
Eine Rettungsgeschichte von Ramses, dem Kater aus Mombasa
von Klaudia Jagalski

Juni 2015:
Ich kann es selbst kaum glauben, aber Ramses aus Kenia ist tatsächlich am 6. November in Frankfurt gelandet….
Anbei die Einzelheiten einer dramatischen Rettungsaktion!!!!

Am 30 Oktober bin ich mit meiner Freundin Jana nach Mombasa geflogen, um Ramses abzuholen !!
Am 31. Oktober sind wir in Mombasa in der Severin Sea Lodge angekommen und ich habe Ramses in der Hotelanlage gefunden und für Samstag morgen direkt einen Tierarzttermin ausgemacht.
Mit dem Kater in der Transporttasche sind wir zu Dr Emanuel in die Praxis gefahren, denn Ramses musste geimpft und untersucht werden. Ich glaube, es ist schwerer alle Dokumente für die Ausreise einer Katze aus Kenia zu bekommen, als die deutsche Staatsbürgerschaft….
Ramses brauchte ein gültiges Impfbuch, ein Gesundheitszertifikat, einen Wegepass, damit er vom Hotel zum Airport fahren darf, sowie ein von der Regierung abgestempeltes Exportdokument, welches ihm erlaubt Kenia zu verlassen…. Allein das Exportdokument sollte 100 Euro kosten und der Tierarzt ließ mich wissen, dass es normalerweise 7 Tage dauert, dieses Dokument zu erhalten, aber man mit einer „Spende“ einiges erreichen könne.
Ausserdem brauchte er ein Zertifikat mit Chipnummer, sowie die gültige Tollwuttiteruntersuchung, diese Dokumente hatte ich bereits in Deutschland ausstellen lassen.

350 Euro wollte Dr. Emanuel für alle Papiere haben ( das Monatsgehalt eines angestellten Tierarztes in Kenia beträgt etwa 250 Euro)
Auf dem Foto seht Ihr einen strahlenden Tierarzt!!!

Montag wollte er versuchen alle Dokumente zu besorgen, denn unser Rückflug war für Mittwoch Nacht geplant……
Guter Dinge verließen wir die Tierarztpraxis und hofften, dass alles reibungslos klappen würde.
Am Montag wurde diese Hoffnung jäh vernichtet, denn die stellvertretende Managerin des Hotels teilte mir plötzlich mit, dass man nicht damit einverstanden sei, dass Ramses Kenia verlässt…… ich wusste gar nicht, was ich sagen sollte, denn zuvor wurden auf Anordnung des Managements stets Katzenfallen im aufgestellt und die Katzen wurden aus der Hotelanlage ins Tierheim gebracht.
Der alte Kater Djongo war monatelang mit einem Karzinom im Gesicht herumgelaufen, bis ich ihn im August habe einschläfern lassen, denn man war nicht in der Lage einen Tierarzt zu rufen… zudem gab es wieder neue Katzen, die weder kastriert noch geimpft waren….
Da ich in Besitz aller Dokumente für Ramses war, das heißt die Dokumente befanden sich ja nun bei Dr Emanuel und der stand in Kontakt mit dem Hotelmanager, sah ich meine Chance Ramses mitzunehmen auf den Nullpunkt sinken……
Auch das Telefonat am Montag Mittag mit Dr. Emanuel war sehr beunruhigend, er konnte den zuständigen Regierungsbeamten nicht erreichen, dieser war angeblich an die Südküste gefahren und Dr Emanuel wollte ihn dort suchen oder bis morgen auf die Papiere warten…mir lief die Zeit davon!!!
Mein Gedanke war, dass Dr Emanuel eine Anweisung des Hotels bekommen hatte mir die Papiere nicht auszustellen oder dass er die Situation dramatisch darstellte, weil er mehr Geld von mir haben wollte. Ich blieb ganz ruhig, obwohl mir innerlich zum Heulen zumute war und sagte dem Tierarzt, dass das nicht so schlimm sei, sollte es heute mit den Papieren nicht klappen, so würde ich nächstes Jahr nochmal wiederkommen und mehr Zeit mitbringen, sodass wir alle Dokumente in Ruhe besorgen könnten.
Ich bat ihn mir meine Dokumente (Impfpass und Titerbescheinigung) und die Anzahlung für das Exportdokument zurückzugeben und plötzlich hörte er sich ganz positiv an und sagte, ich solle die Hoffnung noch nicht aufgeben.
3 Stunden später hielt ich wie durch ein Wunder alle Papiere in Händen, denn gegen eine Sondergebühr von nochmal 100 Euro war es Dr. Emanuel gelungen alles kurzfristig zu besorgen…..

Nun hieß es noch einen Tag abwarten, alle in dem Glauben lassen, dass es mit den Dokumenten nicht geklappt hat und Ramses heimlich mit zum Flughafen zu nehmen.
Meine Freundin hatte furchtbare Angst, wir könnten am Ausfahrtstor des Hotels kontrolliert oder am Flughafen verhaftet werden und womöglich im kenianischen Gefängnis enden!!! Unsere Stimmung am letzten Tag war sehr angespannt, wir machten uns große Sorgen, ob alles klappen würde und haben keine Minute geschlafen. 10 Minuten vor Abreise setzten wir Ramses in die Transporttasche und ich ging zur Rezeption, um die Schlüssel abzugeben und das bestellte Taxi zu bitten, den Berg Richtung Ausfahrt hochzufahren, damit wir unsere Gepäck einladen könnten.
Jana blieb mit Ramses im Zimmer und ich kümmerte mich um das Einladen der Koffer, danach wollte ich Ramses holen und einfach einsteigen und losfahren…… plötzlich kam meine Freundin aufgeregt angelaufen und flüsterte mir ins Ohr, dass Ramses ganz unruhig in der Tasche wäre und versuchen würde ein Loch in das Lüftungsnetz zu beißen. Ich rannte zurück zum Zimmer und als ich dort ankam, traute ich meinen Augen nicht…. die Türe des Bungalows stand sperrangelweit offen und Ramses lag mit einem roten Halsband um den Hals, welches ich ihm vorher umgebunden hatte, auf der Türschwelle….ich dachte mein Herz würde stehenbleiben und sprintete auf ihn zu, um ihn zu festzuhalten, aber er erschrak sich und versteckte sich unter den Büschen. In diesem Moment dachte ich…das war’s, alles umsonst!!!!! Aber Ramses blieb liegen und meine Freundin konnte ihn wieder in die Tasche setzen, die inzwischen ein riesiges Loch hatte. Ich stopfte meine Strickjacke in das Loch und wir fuhren zu Flughafen, wurden bei der Ausfahrt am Tor auch nicht, wie befürchtet, kontrolliert. Die ganze Fahrt über versuchte Ramses sich aus der Tasche zu befreien und mir lief der Schweiß den Rücken hinunter!! Was, wenn er mir am Flughafen durch das Loch entwischen würde, nicht auszudenken…. Die Rückreise, mit Umsteigen in Istanbul sollte 20 Stunden dauern und wie sollte das mit einer kaputten Tasche klappen? Wer den Flughafen in Mombasa kennt weiß, dass man dort um drei Uhr Nachts nicht einmal eine Flasche Wasser kaufen kann, geschweige denn eine neue Transporttasche, die auch noch die richtigen Maße für den Flug mit Türkish Airlines aufweist…. alles ein Alptraum!!
Glücklicherweise hatte ich noch 5000 Keniaschillinge gewechselt und mit „Bestechnungsgeld“ und reichlich Schokolade schafften wir es tatsächlich jemanden zu finden, der mit einem Tacker das Loch verschließen konnte, Ramses musste nicht durchleuchtet werden und wir konnten ihn einchecken……

(Jana mit Ramses in der Tasche/ das getackerte Netz)

Letztendlich sind wir sicher mit ihm in Deutschland gelandet und er ist nun bei Jana in Frankfurt in Pflege und fühlt sich sichtlich wohl. Nun suchen wir noch ein schönes Zuhause mit Auslauf für ihn, falls Ich eine Idee haben solltet, so lasst es mich bitte wissen. Ganz herzlich möchte ich mich bei Birgit Groh und Jürgen Friedrich bedanken, die sich mit 130 Euro an den Kosten dieser dramatischen Rettung beteiligt haben. Natürlich halte ich Euch auf dem Laufenden, wie es mit Ramses weiter geht
Liebe Grüße Eure Tierfreundin und Kollegin Klaudia Jagalski



Das ist Ramses im Garten des Hotels in Mombasa

Besuch bei Ramses in Hofheim,
dem glücklichen kleinen Afrikaner

März 2015:
Letzte Woche habe ich Ramses aus Mombasa in Hofheim, bei meiner Freundin Jana, besucht.
Er hat ein wunderschönes und weiches Fell bekommen, darf auf der Couch und im Bett schlafen und durch den Garten stöbern… was die Futterauswahl angeht, ist er inzwischen ganz schön wählerisch geworden…meine Leckerlies hat er jedenfalls verschmäht.
Dafür hat er sich von mir kraulen und verwöhnen lassen, sich über die Spielzeugmaus, die ich ihm mitgebracht hatte gefreut und mir die ganze Nacht ins Ohr geschnurrt ;-)

Anbei ein paar Schnappschüsse von unserm kleinen Afrikaner…….
Ende gut, alles gut!!!


Er ist jetzt unter die Hausbesitzer gegangen und hat ein eigenes Holzhaus im Garten in Hofheim





Herzlichen Dank noch mal, an alle die mich bei der Rettungsaktion unterstützt haben!!!!
Eure Tierfreundin und Kollegin Klaudia Jagalski

Klaudia Jagalski im Juni 2015
[klaudia.jagalski@t-online.de]




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